Sika steigert den Gewinn und baut Marktanteile weiter aus
30.07.10 09:13

 

Halbjahresbericht 2010: Sika steigert den Gewinn und baut Marktanteile weiter aus

Im ersten Halbjahr 2010 ist Sika währungsbereinigt in allen Regionen gewachsen. In den Emerging Markets waren die Wachstumsraten durchweg zweistellig. Bei reduzierten Personalkosten und mit zunächst noch niedrigem Materialaufwand stieg der Betriebsgewinn deutlich an. Für das zweite Halbjahr erwartet das Unternehmen anhaltendes Wachstum bei steigenden Materialkosten.

 
Im ersten Halbjahr 2010 betrug das Umsatzwachstum des Konzerns in Lokalwährungen 6.7%. Darin enthalten ist ein Akquisitionseffekt von 1.9%. Wechselkursveränderungen wirkten sich mit -1.1% negativ aus, sodass der Umsatz in Schweizer Franken im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 5.6% von CHF 1982.9 Millionen auf CHF 2094.3 Millionen anstieg.
 
Währungsbereinigt ist Sika in allen Regionen gewachsen, wenn auch mit deutlich unterschiedlichen Wachstumsraten. So war das Wachstum in den Emerging Markets durchwegs zweistellig mit dem Höchstwert von 23.8% in der Region Asien/Pazifik. Innerhalb dieser Region lag China mit einer Wachstumsrate von rund 40% an der Spitze. In der Region Lateinamerika stieg der Umsatz um 15.4%, gefolgt von IMEA (India, Middle East, Africa) mit einem Wachstum von 12.8%. In den traditionellen Industrieländern fielen die Wachstumsraten niedriger aus: Nordamerika 5.6%, Europa Nord 2.2% und Europa Süd 1.3%. Sika hat damit weitere Marktanteile gewonnen.
 
Im ersten Quartal des Jahres hatte der lang andauernde, schneereiche Winter die Bauaktivitäten in Europa und Nordamerika stark behindert, was die Umsätze mit Produkten für Aussenanwendungen erheblich beeinflusste. Im zweiten Quartal normalisierten sich die Bedingungen und der Umsatz mit Produkten für die Bauindustrie stieg insgesamt um mehr als 7%. Im gesamten Berichtszeitraum betrug das Umsatzwachstum währungsbereinigt 3.5% inklusive eines Akquisitionseffekts von 2.2%. Der Umsatz mit Produkten für die industrielle Fertigung stieg um 20.1% (0.5% aus Akquisitionen). Zu diesem Erfolg trugen sowohl die grosse Zahl neuer Fahrzeugmodelle bei, für die Sika in den Jahren 2008 und 2009 neue Aufträge gewonnen hatte und die jetzt die Montagebänder der Hersteller verlassen, als auch die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich angestiegenen Produktionszahlen für Automobile, Busse und zum Teil auch für Nutzfahrzeuge.
 
Die effektiven Materialkosten blieben im Berichtszeitraum auf dem niedrigen Niveau des zweiten Halbjahres 2009, sodass sich das Bruttoergebnis bezogen auf den Umsatz um 0.9 Prozentpunkte verbesserte. Die Personalkosten gingen wegen der Programme zur Kostensenkung umsatzbezogen von 24.4% auf 22.6% zurück. Der übrige operative Aufwand entwickelte sich dem Volumen entsprechend. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich damit um 32.8% auf CHF 284.2 Millionen, was einer EBITDA-Marge von 13.6% entspricht. Der Betriebsgewinn betrug CHF 216.5 Millionen und lag damit um 46.0% über dem Vorjahr.
 


Akquisitionen


Im Berichtszeitraum hat Sika ihre Akquisitionsstrategie konsequent weiterverfolgt und verschiedene Unternehmen oder Teile von Unternehmen übernommen, darunter das Autoglasersatzgeschäft von ADCO Ltd., USA, das Geschäft für Baudichtstoffe von Henkel Japan Ltd. und die tschechische Panbex. Mit der Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an der japanische Dyflex HD Co., Ltd., die mit gut etablierten Marken und Vertriebskanälen Marktführer im japanischen Markt für Bauwerksabdichtungen ist, hat Sika ihre Marktposition in Japan erheblich verbessert. Die Produkte und Technologien von Dyflex ergänzen Sikas Angebot und mit der Zusammenführung der Produktportfolios bietet das Unternehmen den Kunden in Japan und in der gesamten Region Asien/Pazifik eine umfassende Palette von Abdichtungssystemen und -lösungen an. Mit dieser Akquisition verdreifacht Sika ihren Umsatz in Japan.
 


Ausblick


Sika erwartet für das zweite Halbjahr weiteres Wachstum vor allem in den Emerging Markets. Selbst wenn sich in einzelnen Schwellenländern das allgemeine Wirtschaftswachstum verlangsamen sollte, bleiben die Möglichkeiten für Wachstum mit höherer Marktpenetration uneingeschränkt bestehen. In Nordamerika sollte sich die leichte Erholung fortsetzen. Die konjunkturelle Entwicklung in Europa ist völlig offen: Die Auswirkungen der staatlichen Verschuldungspolitik beziehungsweise der darauf folgenden Staatssanierungen sind noch nicht absehbar. Ein Ausblick ist für viele Länder zurzeit kaum möglich. Die Rohstoffpreise sind in den vergangenen Monaten angestiegen und werden sich im zweiten Halbjahr auf die Materialkosten auswirken. Wenn immer möglich wird Sika diesen Kostenanstieg auf die Verkaufspreise überwälzen.
 

 
< Prev   Next >
contact us